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Unser CLIL Projekt

Seit 2 Jahren arbeiten wir an unserer Schule mit dem CLIL-Programm in der 5. und 6. Klasse. An diesem insgesamt 3-jährigem Projekt beteiligen sich auch Schulen aus Griechenland, Polen und Rumänien.

CLIL ist ein europäisches Projekt, an dem jeweils zwei Schulen in jedem Land teilnehmen und finanziell, wie auch inhaltlich und organisatorisch u.a. von Instituten wie Erasmus, dem Goetheinstitut, dem Institut Cervantes und der Universität Shumen unterstützt und gefördert werden.

In diesen 4 Ländern nehmen Schulen teil, die einen Schwerpunkt in der Fremdsprache „Deutsch“ oder in der Fremdsprache „Spanisch“ haben. In Bulgarien sind wir die einzige Schule, die an diesem Projekt in „Deutsch“ teilnimmt. Die Schule „Benito Juarez“ nimmt in Bulgarien in „Spanisch“ an diesem Projekt teil.

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Durch ständige Seminare und Projekte arbeiten wir intensiv mit diesen Schulen zusammen und tauschen unsere Erfahrungen im Unterricht aus.

Was ist eigentlich CLIL?

CLIL heisst „Content and Language Integrated Learning“ und bedeutet, dass Fächer wie Biologie, Physik, Chemie, aber auch Geschichte oder Wirtschaft, usw. in einer Fremdsprache unterrichtet werden.

Unser Projekt bezieht sich auf das Fach „Chemie“, welches wir auf Deutsch vermitteln.

In der 5. Klasse sind das eher Themen aus dem Fach “Mensch und Natur“, wobei in der 6. Klasse der Einstieg in die Chemie bereits stattfindet.

Im Unterricht ist jeweils ein Chemielehrer, als auch ein Deutschlehrer anwesend, die als Team den Schülern jeweils den Inhalt, als auch die Sprache in Kombination durch verschiedene schriftliche Arbeiten, aber vor allem durch praktische Versuche vermitteln.

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Wenn CLIL richtig angewendet wird, kann es die Effizienz, sowohl beim Inhalt, als auch in der Fremdsprache enorm steigern. Ein Thema in einer direkt relevanten Fremdsprache zu dikutieren und zu beschreiben kann für den Wortschatz, die Sprachkompetenz und die Aneignungsgeschwindigkeit große Vorteile bringen.

CLIL entwickelt Kompetenzen, die im modernen Bildungssystem eine Schlüsselrolle einnehmen.

Diese Kompetenzen sind interkulturelle Einsichten, Übertragung konkreter Beispiele im Inhalt, als auch in der Sprache und Internationalität.

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Jede Unterrichtseinheit beinhaltet folgende Elemente:

  • Kommunikation: eine Sprache zum Lernen benutzen und während man lernt, die Sprache benutzen
  • Wahrnehmung :  überlegen – verstehen
  • Inhalt: Kenntnis, Kompetenzen und Verständnis zum Thema entwickeln
  • Kultur: Erkenntnis seiner selbst und anderer/Bürgerbewußtsein

Prinzipiel beruhen die Lektionen auf gehörten oder gelesenen Texten. Sprachliche Vorteile werden eher hinsichtlich des Wortschatzes, als in der Grammatik aufgezeigt.

Der Schwerpunkt bei den CLIL-Einheiten liegt also in der Anwendung der Sprache, im Gegensatz zum Erlernen der Sprache, was einen wichtigen Unterschied ausmacht.

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Eine große Rolle spielt auch der Einsatz von audio-visuellem Material, um Inhalte besser zu vermitteln.

In der Praxis kann ich sagen, dass die Schüler der 5. und 6. Klasse sich jedesmal auf den Unterricht freuen und es lieben chemische Versuche mit ihren eigenen Händen vorzunehmen.

Seit ein paar Monaten haben wir Mobile Laboratorien und sind nun ausreichend ausgestattet echte chemische Versuche durchzuführen.

Hier ein paar Beispiele:

  • Wir haben Wasser destilliert
  • Wir haben anhand von Licht- und Wärmebeobachtung bei der Verbrennung von Magnesium eine chemische Reaktion nachgewiesen.
  • Wir haben eine Gasbildung visualisiert, in dem sich ein Ballon „von selbst“ aufgeblasen hat.
  • Wir haben Eisenspäne durch die Zugabe von Kupfersulfat rötlich gefärbt und damit ebenfalls eine chemische Reaktion nachgewiesen.

Im Pausenhof der Uwekindschule in Kniashevo haben wir auch ein großes Chemiefest organisiert.

Die Schüler der 5. und 6. Klasse haben chemische Versuche demonstrieret, man konnte an interaktiven Spielen teilgenehmen  und eine Jury hat die Schüler gekürt, die ihre Sache am besten gemacht haben.

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Aus meiner Erfahrung heraus kann ich feststellen, dass die Schüler im CLIL-Unterricht die Sprache völlig frei und ohne Blockaden anwenden.

Während im reinen Deutschunterricht den Kindern oft die Grammatik im Wege steht.

Im CLIL-Unterricht verwenden sie hauptsächlich den erlernten Wortschatz und die Grammatik steht im Hintergrund.

Es kam auch schon vor, dass die Schüler völlig vergessen haben, auf welcher Sprache sie gerade eben gesprochen hatten.

Das beweist, dass durch die Konzentration auf den Inhalt die Sprache unbewußt übernommen und frei angewendet wird.

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Wer mehr wissen möchte, kann sich auf unserer eigens zu diesem Projekt eingerichteten Website informieren:

Wir sind schools: Future Labs

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